Nicht Big Data, sondern Big Questions sind gefragt


Nicht Big Data, sondern Big Questions sind gefragt

Dienstag, 9. Juli 2019

Die BI-Welt verändert sich. Neue Plattformen mit innovativen Technologien wie Natural Language Processing und  Künstlicher Intelligenz sind im Vormarsch. Als Folge davon findet auch im Analyseverhalten ein Paradigmenwechsel statt. Nicht Big Data steht mehr im Vordergrund, sondern das Formulieren von Business-Fragen. Warum «Big Questions» das Business weiterbringen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

BI im Zeichen von Veränderungen
Zentralisierte, stark IT-orientierte Applikationen prägten bis vor wenigen Jahren noch die BI-Welt. Auswertungen waren nur mittels vordefinierten Cubes möglich. Mit dem sich rasch verändernden Umfeld eines Unternehmens oder einer Organisation liess sich damit nur schwer Schritt halten. So setzte sich immer stärker die Erkenntnis durch, dass es den zentralen, alles umfassenden und integrierten Single-Point-of-Truth nie geben kann. Seitdem stehen die Zeichen in der BI-Welt auf Veränderung. Neue Plattformen mit innovativen Ansätzen (z.B. performantere Datenbanken, spalten-orientierte Ansätze, Self-Service BI, Visual Analytics, Ad-hoc Reporting) und Technologien wie Natural Language Processing und Künstlicher Intelligenz setzen sich vermehrt durch.

Die Realität hinkt noch hinterher
Nachfrageseitig, d.h. in der Unternehmenspraxis, haben diese innovativen Möglichkeiten noch nicht zum notwendigen Paradigmenwechsel geführt. Die Mehrheit der Unternehmen führen BI Projekte nach wie vor klassisch zentralisiert und IT-getrieben durch. Zusätzlich ist das Geschehen durch Schlagworte wie Big Data, Data Lake, Data Science und Advanced Analytics geprägt. Diese sind meist verbunden mit dem Sammeln von Daten mit einem hohen Aufwand an Ressourcen, Zeit und Geld sowie stets mit der Hoffnung, irgendwann etwas Sinnvolles mit den Daten anstellen zu können. Dabei wird das Pferd von hinten aufgezäumt, denn zu oft fehlen klare Ziele und Fragen, die die Unternehmen weiterbringen würden. In Wirklichkeit geht es nicht um Big Data, sondern vielmehr um Big Questions.

Mehrwert fürs Business im Fokus
Erst wenn geschäftsentscheidende Fragen vorliegen, lässt sich überhaupt ermitteln, welche Daten für die Beantwortung nötig sind. Oft wird man dabei feststellen, dass die entscheidenden Fragen entweder gar kein Big Data erfordern oder nicht mit den vorhandenen internen Daten beantwortet werden können. Unter Umständen müssen die erforderlichen Daten extern beschafft oder sogar generiert werden. Oft ist es also besser, das Pulver nicht mit internen Big Data Bemühungen zu verschiessen… Nicht das Aufstauen von riesigen Datenseen oder dem Bau von Data Warehouses ist der zentrale Punkt, sondern die Fähigkeit, mittels Fragen einen Mehrwert für das Business zu schaffen.